Großenbaum/Rahm

Großenbaum

Großenbaum ist ein Stadtteil von Duisburg im Stadtbezirk Duisburg-Süd. Er hat 10.100 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2011).

Die Entstehung fällt in die Zeit der mittelalterlichen Agraransiedlungen. Ursprünglich war das gesamte Gebiet des heutigen Großenbaums mit Wald bedeckt. Es gehörte zum Amt Angermund und war ein Teil des Huckinger Gemarkenwalds, der so genannten Grindsmark, deren östlicher Teil heute noch besteht. Als erste Siedler sind hier die Eheleute Jan und Bede Meypels dokumentiert. In der Nähe der Straße nach Saarn bauten sie hier im Jahre 1532 an dem großen Baum ihr Wohnhaus. Bei diesem Großen Baum handelte es sich um den Schlagbaum einer bergischen Zollstelle. Die hier verlaufende Landwehr schützte damals die Nordgrenze des Herzogtums Berg gegen das Herzogtum Kleve. Die Zollstelle befand sich in der Nähe des heutigen Bahnhofs Duisburg-Großenbaum der alten Cöln-Mindener Eisenbahn.

Bis zur Eingemeindung nach Duisburg im Jahre 1929 gehörte der Ort zur Bürgermeisterei Angermund im Landkreis Düsseldorf.

Heute existieren unterschiedliche Wohngegenden. Ältere und neue Reihenhaussiedlungen wechseln sich mit größeren Wohnsiedlungen und einigen Hochhäusern ab. An der Hauptstraße, entlang welcher sich der Ort auf einer Länge von etwa 1500 m zieht, befindet sich die katholische Pfarrkirche St. Franziskus.

Besondere Ereignisse des Stadtteils sind das Schützenfest und das Schlagbaumfest.

Duisburg-Großenbaum ist Abteilungsstandort der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung des Landes NRW und hat zudem zwei Grundschulen, die Fliedner-Akademie für Management, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung sowie eine Gesamtschule.

1890 siedelte der Unternehmer Albert Hahn ein Stahlwalzwerk in Großenbaum an. Das Unternehmen expandierte und beschäftigte bereits Mitte der 1920er Jahre 3.500 Menschen. Die Hahnschen Werke wurden während der Arisierung während der Nazi-Herrschaft an den Mannesmann-Konzern verkauft und in Stahl- und Walzwerke Großenbaum AG umbenannt, aber nach dem Zweiten Weltkrieg wieder teilweise an die Familie zurückgegeben, wobei Mannesmann 45 % der Firmenanteile behielt. 1958 übernahm Mannesmann den Betrieb komplett. Die Werke, die mittlerweile in Mannesmann AG Hahnsche Werke umbenannt wurden, existierten bis Mitte der 1980er Jahre. Heute befindet sich auf dem ehemaligen Firmengelände ein Gewerbegebiet mit zahlreichen Unternehmen und Geschäften wie die Bauhaus AG, Volksfürsorge, McDonalds, Aqua Technik Umwelt GmbH, BÄKO-Zentrale Nord eG, Media Markt eG.

Rahm

Rahm ist ein Stadtteil von Duisburg im Stadtbezirk Duisburg-Süd. Der Ort hat 5.939 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2011) und gliedert sich in die Ortsteile Alt-Rahm und Rahm-West. Während Alt-Rahm als der historische Ortskern bezeichnet wird, handelt es sich bei Rahm-West um ein größeres Neubaugebiet der letzten Jahrzehnte.

Der Name des Ortes, der in früheren Zeiten auch mit einem Dehnungs-e (Raem) geschrieben wurde, geht auf das altniederfränkische/altniederdeutsche Raern zurück, das sumpfiges Gelände bedeutet. So sprach man früher davon, dass man im Rahm oder in dem Rahm wohnte

Rahm liegt im äußersten Südosten des Duisburger Stadtgebiets und grenzt an die nordwestlich gelegenen Stadtteile Wedau, Großenbaum und Huckingen. Südlich schließt sich der Düsseldorfer Stadtteil Angermund sowie der Ratinger Stadtteil Lintorf an.

Die Geschichte Rahms ist eng verbunden mit Angermund, das etwa 1,5 km von Rahm entfernt liegt. Denn Angermund nahm seit dem Mittelalter eine zentrale Funktion für die umliegenden Bauernschaften und Dörfer ein. Es war Sitz einer landesherrlichen Kellnerei und der Finanzverwaltung des gleichnamigen Amts Angermund, einem Verwaltungsbezirk des Herzogtums Berg. Die Rahmer Bürger waren also seit jeher dem Angermunder Gericht unterstellt.

Kirchlich gehörten Angermund und die so genannte Honschaft Rahm früher zu Kalkum, an dessen Pfarrer die Bürger beider Orte ihren Zehnten zu entrichten hatten.

Um das Jahr 1700 zählte man in Rahm 61 Bauernhöfe und noch bis in das 20. Jahrhundert war Rahms Siedlungsbild von der Landwirtschaft bestimmt. 1843 hatte Rahm 85 Wohnhäuser und 52 landwirtschaftliche Gebäude für insgesamt 660 Einwohner. 1895 waren es 964 Einwohner, 1925 dann 1233.

1925 wurde die St.-Hubertus-Kirche mit ihrem für die Region eher untypischen Zwiebelturm im neubarocken Stil fertiggestellt. Der Baustil wurde dem geschenkten Innenleben der Kirche, z.B. dem Altar, der Kanzel und anderem, angepasst. Um einen Heirats- und Tauftourismus zu dieser idyllischen Kirche zu verhindern, dürfen in der Kirche ausschließlich Rahmer und, seit der Vereinigung mit der Großenbaumer Gemeinde St. Franziskus, Großenbaumer Gemeindemitglieder getraut oder getauft werden.

Bei der Verwaltungsneuordnung von 1929 wurde Rahm zusammen mit den Gemeinden Huckingen, Mündelheim, sowie Teilen von Großenbaum und den nördlichen Gebieten von Bockum (die Holtumer Höfe) und Lintorf dem neuformierten Stadtkreis Duisburg-Hamborn (ab 1935 dann nur noch Duisburg genannt) zugeordnet.

Texte: Wikipedia